Probleme finden Gehör Stahlknecht besucht Genthin / Station in Feuerwehrwache

Genthin (nhä). (Quelle Generalanzeiger Genthin) Kürzlich beehrte Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt, auf Einladung vom CDU-Landtagsabgeordneten Detlef Radke die Kanalstadt mit einem Besuch. Dabei machte der Innenminister auch in der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Genthin halt, um mit den Kameraden ins Gespräch zu kommen.

Stadtwehrleiter Achim Schmechtig hatte wichtige Punkte zusammengefasst, die für die Arbeit der Feuerwehr von Bedeutung sind.

Rathauschef Thomas Barz (CDU), Klaus Voth, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, Gerd Mangelsdorf, Vorsitzender des Stadtrates (CDU), Alexander Otto (CDU), Detlef Radke und Andreas Buchheister, Bürgermeisterkandidat der CDU in Genthin, nahmen am Arbeitsgespräch mit weiteren Vertretern der Feuerwehr teil.

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Von links: Innenminister Holger Stahlknecht im Gespräch mit Stadtwehrleiter Achim Schmechtig, Andreas Buchheister und Detlef Radke beim Besuch in der Genthiner Feuerwehrwache. Foto: Nadin Hänsch

Nachdem sich der Innenminister über den aktuellen Stand informiert hatte, wurden Fragen gestellt. Den Kameraden brannte unter anderem auf den Nägeln, ob eine Förderung zum Erwerb der Fahrerlaubnisklasse C/CE für Lkw über 7,5 Tonnen als Führerscheinerweiterung zum normalen Pkw-Führerschein (Klasse B) auch in den kommenden Haushaltsjahren vorgesehen ist. Für das Führen eines normales Löschfahrzeuges, das 14 bis 16 Tonnen wiegt, werde diese Führerscheinklasse benötigt. Damit während der Arbeitszeiten der berufstätigen Kameraden auch zukünftig genügend Ma-schinisten zur Verfügung stehen, sei die Förderung wichtig. Ein solcher Führerschein koste etwa 3000 Euro.

Das Land Sachsen-Anhalt hat dafür im Haushalt 2018 wieder eine Förderung von 250 000 Euro eingestellt. Unterm Strich können mit der Förderung zwei Führerscheinerweiterungen pro Einheitsgemeinde mit je 1000 Euro bezuschusst werden.

Holger Stahlknecht versicherte, dass diese Förderung auch für die Haushaltsjahre 2019 bis 2021 angedacht sei. In diesem Jahr sei vorgesehen, die Förderung der Ortswehr Tucheim zukommen zu lassen, informierte Schmechtig.

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Bürgermeister Thomas Barz regte zudem an, dass bei den Arbeitgebern mehr Bereitschaft erzeugt werden müsse. Zwar werde bei der Freistellung von Mitarbeitern, die in der Feuerwehr aktiv sind, der Dienstausfall ausgeglichen, doch der wirtschaftliche Aspekt für die Unternehmen bleibe bisher unbedacht.

Offen blieb auch die Frage, wie Kommunen mit dem Austreten von Kameraden aus der Wehr wegen privater oder beruflicher Gründe, denen der Führerschein bezuschusst wurde, umgehen sollen. Stahlknecht äußerte sich klar, das sei Sache der Kommunen. "Wer diesen Führerschein macht, behält ihn sein ganzes Leben", so der Innenminister. Eine Regelung bei einem Austritt von aktiven Kameraden aus der Feuerwehr sollte es geben. "Wir als Land werden die Förderung sicher nicht zurückfordern, das müssen die Gemeinden entscheiden." Es müsse gelingen, Kameraden, die wegziehen, auch weiter zu motivieren, in ihrem neuen Wohnort in der Feuerwehr aktiv zu bleiben. "Wenn uns das gelingt, ist das Geld richtig investiert", so Thomas Barz.

Ein Blick ins Nachbarland Brandenburg als Vorbild wurde auch gewagt. Brandenburg hatte rückblickend auf die jüngsten tragischen Ereignisse ein Gesetz auf den Weg gebracht. Demnach stehen Familien von Kameraden, die bei einem Einsatz verunglücken, bis zu 60 000 Euro Führsorgezahlung zu. Stahlknecht stand dem positiv gegenüber.