Förderung aus dem Stadtumbau-Ost muss in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden

Genthin (ie). (Quelle Volksstimme Genthin) Die Zeit drängt, will die Stadt Genthin noch Fördermittel für das neue Veranstaltungshaus vom Land bekommen. Das war eine der wichtigsten Nachrichten, die Landesverkehrsminister Thomas Webel

und sein Mitarbeiter für Städtebauförderung bei ihrer Stippvisite in Genthin mitbrachten. Sie gehörten zu einer Gruppe von christdemokratischen Landes- und Europaparlamentariern bei der städtischen CDU. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Detlef Radke wurde in den Räumen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft das Konzept zum geplanten Stadtkulturhaus 2.0 vorgestellt, das in der Jahnstraße gebaut werden soll.

thomas webel

An der Runde nahmen neben Landesverkehrsminister Thomas Webel (Foto), (CDU) der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens sowie der CDU-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Andreas Buchheister teil. Das neue Veranstaltungshaus hat gegenüber dem bisherigen Gebäude eine Besonderheit, da es auch den Schulen zur Verfügung stehen soll. "An Werktagen soll das Haus als Schulmensa, an Wochenenden für Veranstaltungen genutzt werden", erläuterte Bürgermeister Thomas Barz (CDU).

In diesem Jahr sollen die Planungen vorangetrieben werden, sodass 2021 mit dem Wegfall des bisherigen Stadtkultur-hauses in der Ziegeleistraße ein neues Veranstaltungshaus zur Verfügung steht. "Für uns ist diese Sache wie ein Lottogewinn", machte der Schulleiter der Grundschule Stadtmitte, Ingo Doßmann, während des Gesprächs deutlich. Seine Schüler wie auch die des angrenzenden Bismarck-Gymnasiums würden die Mensa nutzen. Dort wird das Mittagessen derzeit im Keller unter beengten Verhältnissen gereicht. "Für uns steht eine deutliche Verbesserung an", äußerte sich der Schulleiter des Gymnasiums, Volker Schütte. Er hoffte, dass ein neues Veranstaltungsgebäude identitätsstiftend für die gesamte Stadt wirke.

Geplant ist, dass 2,8 Millionen Euro der kalkulierten Baukosten von knapp 4 Millionen Euro über eine Förderung aus dem Programm Stadtumbau Ost finanziert werden. Am 26. April wird der Genthiner Stadtrat über den Fortgang der weiteren Planungen beraten.

Mit dem Chemiepark beschäftigte sich eine Runde von CDU-Vertretern während eines Besuches des Europaabgeordneten Sven Schulze. Vertreter der großen dort angesiedelten Firmen nahmen an dem Gespräch Teil. Thomas Gillmann (Solvay), Michael Fleig (Sinarmas Cepsa) und Pierre Schwerdtfeger (In-protec) informierten über den aktuellen Stand des Gewerbegebietes.

Volksstimme Genthin 2018 04 13 besuch minister webel

Dort sind mittlerweile in zehn Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt, mehr als vor dem Weggang der Firma Henkel und der Übernahme durch die Hansa Group im Jahr 2009. Allerdings kämpfen die heutigen Geschäftsführer noch mit Problemen, die aus der Zeit des Übergangs stammen. So ist die Entflechtung der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser immer noch nicht gelungen. Probleme bereiten auch die hohen Energiekosten. Die vier großen Firmen, zu denen seit dem vergangenen Jahr auch CCS gehört, haben zudem Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden, dieses ist aber aufgrund der bevorstehenden Ausweitung der Produktion dringend notwendig. Inprotec etwa wird ab 2021 das Gelände rund um das Stadtkulturhaus übernehmen und dort neue Betriebsbereiche errichten. Das ist der Grund für den Neubau des Veranstaltungsgebäudes in der Stadt.